Der Gesetzgeber hat rechtliche Möglichkeiten geschaffen, damit Menschen mit Seheinschränkungen wieder zurück in die Arbeit finden. Berufliche Reha hilft weiter!

Die Initiative "VISIO-N" bietet Betroffenen Infos, Tipps und Hilfe rund um das Thema Umschulung und berufliche Rehabilitation.

Ausgleiche schaffen

Förderung für Arbeitnehmer und Arbeitgeber

Menschen mit Seheinschränkungen möchten zu Recht mit ihrem Handicap am Berufsleben teilnehmen.

Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben tragen dazu bei, dass blinde oder seheingeschränkte Menschen ihren gesetzlichen Anspruch wahrnehmen können. Förderleistungen wie Hilfsmittel und finanzielle Zuschüsse schaffen dafür die notwendigen Voraussetzungen.

Wer kann die Förderungen beantragen?
Arbeitnehmer
Arbeitgeber

Zuständige Stellen für die Zuschüsse
Bei welcher Stelle der Antrag gestellt wird, hängt von der Art der Förderung ab.
Zu den möglichen Kostenträgern zählen:

- Integrationsamt
- Bundesagentur für Arbeit
- JobCenter
- Deutsche Rentenversicherung
- Berufsgenossenschaften

 

Förderungsarten

Arbeitsplatzgestaltung
Wenn ein neuer oder bestehender Arbeitsplatz so gestaltet oder umgestaltet wird, dass er für Arbeitnehmer mit Seheinschränkung geeignet ist, können finanzielle Zuschüsse beantragt werden. Bezogen auf den konkreten persönlichen Bedarf werden die Kosten für Bildschirmlesegerät, beleuchtetes Lesepult und Co. vom Integrationsamt übernommen.

Arbeitsassistenz
Eine persönliche Arbeitsassistenz übernimmt regelmäßig erforderliche Teilaufgaben. Die Assistenz liest handschriftliche Einträge vor oder begleitet bei Außenterminen. Sie unterstützt den Betroffenen nur; die Kernaufgaben muss der Arbeitnehmer selbst ausführen. Das Integrationsamt erstattet die anfallenden Kosten.

Eingliederungszuschuss
Die Agentur für Arbeit oder das zuständige JobCenter gewähren Arbeitgebern, die eine Person mit Handicap einstellen und damit eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung schaffen, einen Zuschuss zum Arbeitsentgelt. Dafür muss der Antrag auf Eingliederungszuschuss (EGZ) gestellt werden.

Minderleistungs­ausgleich

Wenn ein Arbeitnehmer aufgrund seiner Einschränkung nicht die Arbeitsleistung erbringt, die andere Arbeitnehmer in vergleichbarer Position leisten, kann der Arbeitgeber einen Ausgleich für die Lohnkosten erhalten. Das Integrationsamt übernimmt die Kosten, wenn dadurch die sozialversicherungspflichtige Stelle gesichert oder eine neue Stelle geschaffen wird. Wie hoch und wie lange der Zuschuss gewährt wird, hängt vom Einzelfall ab.

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